Allgemeines

Ausbildung als Erfahrungsprozess

Selbsterfahrung, praktisches und theoretisches Wissen bilden die drei Schwerpunkte der Ausbildung. Für die Strukturierung des Ausbildungsprozesses war deshalb die Überlegung leitend, jedem dieser Bausteine ein seiner Bedeutung angemessenes Gewicht einzuräumen. Das heißt im Einzelnen:

Selbsterfahrung als Lehranalyse/Lehrtherapie

Die Psychoanalyse als therapeutisches Verfahren arbeitet primär auf der Basis des Beziehungsgeschehens zwischen AnalytikerIn und AnalysandIn. Die Weite des Begriffs ‚Beziehungsgeschehen’ steht dafür, den Raum für das, was in der Therapiesituation geschieht, möglichst offen zu halten.  Potentiell Bedeutungshaftes kann sich nur zeigen, wenn das Wahrnehmungs- und Erlebensspektrum wenig Einengung erfährt.

Theorie

Menschliches Verhalten und Erleben sowie dessen Verarbeitung ist komplex und konflikthaft – sowohl in seiner intrapsychischen als auch sozial-intersubjektiven Dimension. Dies berührt zentrale Fragen der Art: Wie verhalten sich Bewußtes und Unbewußtes zueinander, welche Bedeutung kommt dem familiären und dem soziokulturellen Kontext zu, was bestimmt den analytischen Prozess ?

Praxis

Parallel zur Lehranalyse und zur theoretischen findet die praktische Ausbildung statt: Erstinterviews, Übungen, kasuistisch-technische Seminare und nach Absolvieren einer Zwischenprüfung eigene psychoanalytische Behandlungen mit begleitender Supervision.