Ausbildungsverlauf

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Die Ausbildung erfolgt in zwei Verfahrensrichtungen: in analytischer, sowie in tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie. Sie ist in zwei Teile gegliedert, wie das folgende Schema zeigt:

Schema zum zeitlichen Ablauf

Erster Abschnitt: Theorie, Klinikpraktikum

Die kombinierte Ausbildung folgt dem Grundgedanken, dass tiefenpsychologisch fundierte und analytische Psychotherapie ein gemeinsames theoretisches Fundament haben. In den Seminaren des ersten Weiterbildungsteils führen wir Sie daher in grundlegende psychoanalytische und psychodynamische Begriffe, Konstrukte und Theorien ein. Dieses Seminarangebot organisieren wir zusammen mit dem Heidelberger Institut für Tiefenpsychologie (HIT).

In dieser Zeit absolvieren Sie auch das 18-monatige klinische Praktikum an einer der Einrichtungen, mit denen unser Institut Kooperationsverträge unterhält. In den kasuistischen Seminaren und in der Lehranalyse (s.u.) haben Sie die Möglichkeit, die Erfahrungen aus dem Praktikum zu reflektieren.

Außerdem führen Sie in dieser Zeit zwanzig dokumentierte Erstinterviews durch. Die Supervision erfolgt durch von der Deutschen Gesellschaft für Psychoanalyse, Psychotherapie, Psychosomatik und Tiefenpsychologie (DGPT) anerkannte Lehranalytiker und Supervisoren.

Auch Ihre Lehranalyse beginnen Sie in dieser Zeit. Bei der Wahl Ihrer Lehranalytikerin/Ihres Lehranalytikers sind Sie frei, er/sie muss lediglich von der DGPT anerkannt sein. + Mehr zur Lehranalyse

Die institutsinterne Zwischenprüfung orientiert sich an der schriftlichen Ausarbeitung eines Erstinterviews. Ziel ist es dabei, die konkrete zwischenmenschliche Situation im Interview mithilfe des theoretischen Wissens zu reflektieren.

Zweiter Abschnitt: Supervidierte Ausbildungstherapien, modulares Curriculum

Nach der Zwischenprüfung beginnen Sie mit den Ausbildungsbehandlungen, die in ganz unterschiedlichen Settings durchgeführt werden: von der Krisenintervention und der fokalen Kurzzeittherapie bis hin zur hochfrequenten analytischen Langzeitbehandlung. Auch diese Therapien werden durch von der DGPT anerkannte Lehranalytiker bzw. Supervisoren supervidiert. Da die Ausbildung zwei Verfahrensrichtungen umfasst, sind insgesamt 1.200 Behandlungsstunden zu erbringen.

Das theoretische Curriculum im zweiten Teil erstreckt sich über einen Zeitraum von drei Jahren. In den insgesamt fünfzehn Modulen werden zentrale Themen der psychoanalytischen Theorie und Behandlungstechnik umfassend und aus der Perspektive verschiedener psychoanalytischer Schulen behandelt. Ergänzend finden sowohl während der Blockseminare, als auch fortlaufend kasuistisch-technische Seminare statt, in denen Sie Ihre Behandlungserfahrungen mit anderen Teilnehmern diskutieren und reflektieren können.

Nicht immer gelingt es, alle Ausbildungsbehandlungen innerhalb dieser drei Jahre abzuschließen. Vor allem die analytischen Langzeitbehandlungen mit einem Umfang von mindestens 240 Stunden können länger dauern. Hierdurch entstehen Ihnen jedoch keine zusätzlichen Kosten. Denn die Seminargebühren sind auf die insgesamt fünfjährige Theorievermittlung begrenzt, während Supervision und ggf. die Fortführung der Selbsterfahrung durch die erzielten Behandlungshonorare abgedeckt werden (siehe Kostenübersicht).

Abschlussprüfung

Wenn die zeitlichen und inhaltlichen Vorgaben für die Ausbildung gemäß § 1-5 PsychThAPrV erfüllt sind, können Sie sich beim Regierungspräsidium zur Approbationsprüfung anmelden. Diese besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. Für den mündlichen Teil legen Sie als Falldarstellung eine tiefenpsychologische und eine psychoanalytische Behandlung vor.

Unser Weiterbildungsangebot entspricht den Standards der DGPT. Diese sehen unabhängig von der staatlichen Prüfung eine schriftliche Abschlussarbeit über eine psychoanalytische Langzeitbehandlung, sowie ein mündliches institutsinternes Kolloquium über diesen Fallbericht vor. Mit diesem Abschluss haben Sie die Möglichkeit, in unserem Institut und in der DGPT Mitglied zu werden, was interessante fachliche und berufspolitische Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten eröffnet. Gleichwohl steht es Ihnen natürlich auch frei, Ihre Ausbildung ohne Institutskolloquium allein mit der staatlichen Prüfung abzuschließen.

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