Das verkörperte Selbst und der Andere (Donnerstag, 25.02.2016)

Prof. Dr. Joachim Küchenhoff


Erst werde ich kurz darstellen, was wir unter “dem Selbst” verstehen; ich werde auf die Traditionen hinweisen, die das Selbst vom Körper isoliert haben und im zweiten Teil Körper und Selbst zusammenführen im Begriff des verkörperten Selbst. Dabei wird es mir darum gehen zu zeigen, dass das verkörperte Selbst ein in sich spannungsreicher Ausdruck ist, der vielleicht – weil er zwei Begriffe zusammenführt, die aber dennoch getrennt sind – besser passt als das aktuell überall gehandelte Wort Embodiment. Denn dieses Spannungsverhältnis ist mir wichtig. Im dritten Abschnitt wird es mir um den oder die anderen gehen, also um die leibliche Intersubjektivität, das leibliche Zusammensein, das sich ebenfalls spannungsreich mit der Mentalisierung verbindet. Dass beide Spannungsfelder, das von Verkörperung und Selbst und das von leiblicher Intersubjektivität und Mentalisierung, klinisch relevant sind, werde ich im abschließenden ausführlichen klinischen Teil zu zeigen versuchen.

Zeit: Donnerstag, 25.02.2016, 20:30 Uhr

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