Liebe, Eros und Sexualität in der psychoanalytischen Begegnung

Monica Fritzsche und Barbara Scharnke (A1/A12/B3)

Wie kann über Sexualität und Liebe in psychoanalytischen Behandlungen gesprochen werden? „Jede psychoanalytische Behandlung ist ein Versuch, verdrängte Liebe zu befreien“ (S. Freud). Und doch wird über Liebe und Sexualität in den letzten Jahrzehnten in der Psychoanalyse kaum noch gesprochen. Spielen libidinöse Gefühle in Übertragung und Gegenübertragung tatsächlich keine Rolle mehr?
Wir wollen in diesem Seminar über die Erscheinungsformen, die Bedeutung und den Umgang mit libidinösen Gefühlen in der analytischen Behandlung anhand der Literatur und Beiträgen aus der klinischen Erfahrung nachdenken und diskutieren.

Teilnehmer: Alle Aus- und WeiterbildungsteilnehmerInnen des IPP.
Anmeldung bitte per E-Mail an: mo.fritzsche@t-online.de oder an b.scharnke@gmail.com
Literatur: Britton R (2003) Hysterie (III). Die erotische Gegenübertragung. In: R Britton: Sexualität, Tod und Über-Ich. Stuttgart.
Ferenczi S (1933/1982) Sprachverwirrung zwischen den Erwachsenen und dem Kind. Die Sprache der Zärtlichkeit und der Leidenschaft. In: S Ferenczi: Schriften zur Psychoanalyse. Bd. II. Frankfurt.
Haustein J (2008) Sexualisierung in der psychoanalytischen Situation. In: A Springer, K Münch, D Munz: Sexualitäten. Gießen Kernberg O (1994) Liebe im analytischen Setting. Psyche – Z Psychoanal 48: 808-826.
Krutzenbichler S (2013) Die Kunst der unbefleckten analytischen Empfängnis oder: Eros zwischen Lieblosigkeit und Sexualisierung. Psychoanalyse im Widerspruch 49: 27-51.
Scharff J (2005) Das Sexuelle in der psychoanalytischen Praxis. Psyche – Z Psychoanal 59: 1047-1060.
Schmitthüsen G (2012) Von der Schwierigkeit, über Liebe zu reden. Psyche – Z Psychoanal 66: 193-212.
Stark T (2013) Sexualität in der Psychoanalyse heute. Psyche – Z Psychoanal 67: 305- 329.
Zeit: Einführung: Donnerstag, 12.11.2015, 20.30-22.00 Uhr Samstag, 12.12.2015, 9.30-15.30 Uhr
Samstag, 16.01.2016, 9.30-15.30 Uhr

zurück zur Übersicht