Piercings und Tattoos als Abbild adoleszenter Identitätskonflikte (Donnerstag, 21.01.2016)

Prof. Dr. Elisabeth Rohr


Fast ein Viertel aller deutschen Jugendlichen tragen heute ein Piercing oder sind tätowiert. Bei amerikanischen College-Studenten ist es sogar fast jeder zweite. Warum also neigen Jugendliche heute dazu, sich nicht nur einmal, sondern oft mehrfach einer relativ schmerzhaften Prozedur zu unterziehen und Zunge, Lippen, Nasen, Bauchnable, Brustwarzen und selbst Genitalien durchbohren und ethnische Symbole über das Steißbein, auf Oberarme und Fußknöchel eingravieren zu lassen? Angesichts der Schmerzhaftigkeit der Prozedur, der gesundheitlichen Risiken, der lebenslangen Narben scheint es also nicht nur um Körperkunst zu gehen, wie vielfach kolportiert wird, sondern um viel mehr. Was also ist die verborgene Nachricht, die uns Zungen-, Bauchnabel- und Brustwarzenpiercings und Steißbeintattoos vermitteln wollen, was ihre psychisch unbewusste Bedeutung und Relevanz und warum sind sie gerade heute so akut?

Zeit: Donnerstag, 21.01.2016, 20:30 Uhr

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